Betreutes Einzelwohnen für Mutter/Vater-Kind


Adressaten und Betreuungsumfang

Die Hilfe richtet sich an Schwangere und Mütter/ Väter mir ihren Kind/ern, deren Lebenssituation vorübergehend eine stationäre Jugendhilfemaßnahme notwendig macht. Wir differenzieren unsere Angebote in Basis-, Regel- und Intensivleistungen, die in unseren Trägerverträgen beschrieben sind. Die KlientInnen müssen ein Mindestmaß an
Selbstständigkeit bei der Versorgung der Kinder und der Bewerkstelligung des Haushalts vorweisen. Unser Fokus liegt auf der Sicherung des Kindeswohls.

Mutter/Vater-Kind-Arbeit umfasst zwei Klientel mit völlig unterschiedlichen Bedürfnissen. Beide Klientel bilden ein Bezugssystem und werden gleichzeitig betreut. Um dieser besondere Problematik gerecht zu werden, betreuen grundsätzlich zwei Pädagoginnen die Kleinstfamilie in trägereigenem Wohnraum.

Das Projekt Betreutes Einzelwohnen arbeitet nach pädagogischem Bedarf. Die BetreuerInnen sind in ihren Arbeitszeiten zeitlich flexibel. Zudem können die Mütter/Väter in Notfällen jederzeit in den Mutter-Kind-Wohngruppen anrufen und werden von dort aus kompetent beraten oder an ihre(n) BezugsbetreuerIn weitergeleitet.

Die Hilfe beginnt in der Regel mit der gemeinsamen Wohnungssuche. Bei der Auswahl der Wohnungen wird auf die Bedürfnisse der jungen Frauen/Männer, sowie auf die Grundsätze der Sozialraumorientierung besonderer Wert gelegt. Für die KlientInnen besteht die Möglichkeit, nach Beendigung der Jugendhilfemaßnahme die Wohnung zu übernehmen und sie bleiben somit in ihrem vertrauten sozialen Umfeld. Weiterhin besteht die Möglichkeit eine unserer zehn möblierten Zwei-Zimmer-Wohnungen in unmittelbarer Nähe des Berteuungsbüros in der Torstraße zu beziehen. Diese Wohnungen eignen sich besonders für Mütter/Väter mit intensivem Betreuungsbedarf.


Betreuungsschwerpunkte

  • altersgerechte Förderung des Kindes
  • Aufbau einer funktionalen Familie unter Einbeziehung von Kindesvätern, Lebenspartnern und Herkunftsfamilien
  • Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der Mutter
  • Klärung finanzieller Belange (einschließlich Ämter- und Behördengänge)
  • Schul- und Berufsförderung
  • Vernetzung in den Sozialraum
  • Beachtung der medizinischen Versorgung von Mutter und Kind
  • Vermittlung eines bedarfsgerechten und vorausschauenden Umgangs mit dem eigenen Einkommen
  • Vermittlung konstruktiver Entwicklungs- und Konfliktlösungsstrategien

 

Eine enge Verzahnung wird es zu unserem KiEZ - Kinder-Eltern-Zentrum geben. Hier können die jungen Mütter/Väter an den angebotenen Eltern-Kind-Kursen teilnehmen oder sich zusätzliche Beratung einholen. Außerdem können wir bei Bedarf eine individuelle psychotherapeutische Unterstützung durch eine Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin vermitteln. 

Sozialpädagogische Familienhilfe

gemäß § 31 SGB VIII

Adressaten und Betreuungsumfang
Die Hilfe richtet sich an Mütter/ Väter bzw. Familien, deren Familiensituation durch massive persönliche, familiäre bzw. materielle Probleme belastet ist.

Da wir als Träger der stationären Jugendhilfemaßnahme gemäß § 19 SGB VIII über umfangreiche Erfahrungen im Umgang mit dieser besonderen Klientel verfügen, sind wir für deren Situation besonders sensibilisiert.

Im Fokus unserer Arbeit steht der Schutz des Kindes. Verschiedene Methoden und Instrumente (z.B. Entwicklungstabelle nach Beller und Beller, Kinderschutzbögen, Fallevaluationen in einem multiprofessionellem Fachteam) geben uns die Möglichkeit, das Kindeswohl zu kontrollieren. Dabei stehen wir im Austausch mit der Kinderschutzbeauftragten unseres Trägers.

Neben den sozialpädagogischen Schwerpunkten einer Familienhilfe legen wir auf ein erzieherisches Einwirken auf die mitunter jungen Mütter/ Väter besonderen Wert. Vor diesem Hintergrund beachten wir speziell altersspezifische Probleme und Bedürfnisse der jungen Familien.

Durch eine gezielte Verbindung von pädagogischen und alltagspraktischen Hilfestellungen geht es darum, die Selbsthilfekompetenzen der Familie zu stärken. Die Familie soll durch eine längerfristige Begleitung und Betreuung, die Fähigkeit zur Problemlösung und Alltagsbewältigung (wieder-) gewinnen und somit eine Handlungsfähigkeit erreichen, die es ihr ermöglicht, auch nach dem Betreuungszeitraum (Problem-)Situationen ohne professionelle Hilfe zu bewältigen.

Betreuungsschwerpunkte
  • Gestaltung der Erziehung und Versorgung der Kinder im pädagogischen und praktischen Bereich
  • Kontrolle der Umsetzung der erarbeiteter Aspekte der Alltagsbewältigung
  • Umsetzung erzieherischer Aspekte in der Betreuung der Eltern
  • Schulische bzw. berufliche Perspektiventwicklung
  • Gestaltung von Beziehungen zu Lebenspartnern und zur Herkunftsfamilie
  • Förderung einer verbesserten Kommunikation innerhalb der Familie
  • Erarbeitung von Tagesstrukturen der gesamten Familie
  • Reglung hauswirtschaftlicher Belange
  • Sicherstellung der wirtschaftlichen Verhältnisse


Kontakt

Torstraße 43
10119 Berlin
Tel.: (030) 44 00 82 63                       
Fax: (030) 44 00 82 64
E-Mail: muki@sona-ggmbh.de

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